„Aus alt mach jung“ heißt es alle 5
Jahre in Karlstein. In diesen Abständen bietet die „Altweibermühle“
des GTEV „Kranzlstoana“ Karlstein den „Herren der Schöpfung“
Gelegenheit, sich von ihrer altgewordenen „besseren Hälfte“ zu
trennen, um sie wieder in ein fesches junges Dirndl umwandeln zu lassen.
Von Kopf bis Fuß wird die „Alte“ runderneuert, allerdings nur gegen
reichlich Bezahlung beim Obermüllner. Von der Generalüberholung des
gesamten Weibes, über das Ausbügeln sämtlicher Falten hin zur Verjüngung
eines 75-jährigen Weibes zur 18-jährigen Jungfrau werden sämtliche Wünsche
erfüllt. Das Geheimnis dieser „Kur“, die die Krankenkassen leider
nicht bezahlen, wird strengstens behütet. Was im Inneren der Mühle
geschieht, können die Zuschauer leider nur erahnen. Doch Dichter
Heinz-Eugen Schramm hat schon vor Jahrzehnten die Crux dieser
Runderneuerung erkannt: „Der einzige Haken ist bloß der, was
d’Mannsbilder z’spät begreifen, dass saubre junge Weiber halt, auf
alte Kracher pfeifen.“
Diese Faschingsgaudi findet das nächste
Mal im Jahre 2008 statt.




